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Indien - ein unvergessliches Erlebnis - Besuch der Wiler Dörfer Paluru und Gollapalli
» Ein Reisebericht auf Seite 4 [500 KB]

... baut » Gollapalli und » Paluru
Spendenkonto: Raiffeisenbank Wil, Kto: 80867.44, VRO Schweiz, Wil für Indien

Künstler lassen Häuser entstehen

Auktion für die indischen Dörfer Gollapalli und Paluru

Im Rahmen des Dorfbau-Projekts in Indien «Wil baut Gollapalli und Paluru» fand am Sonntag im Hof zu Wil eine Kunst-Auktion namhafter regionaler Künstler statt, welche ihre Werke zur Verfügung stellten.
Eine beachtliche Anzahl Kunstschaffende und Interessierte der Kunstszene Wil gaben sich am Sonntag bei der gut besuchten Versteigerung ein Stelldichein. Unter den Hammer kamen allerlei künstlerische Arbeiten wie Aquarelle, Ton-, Bleistift- und Acrylbilder, Draht- und Tonskulpturen, Holzfiguren und Schnitzereien, Fotografien, Lithografien, Stichätzradierungen und vieles mehr. Der Hofkeller in Wil bildete das besondere Ambiente dazu.

Grosse Vielfalt an Werken
Die Auktion begann anfänglich etwas harzig. Die Begründung liegt wohl darin, dass die Auswahl an ausdrucksstarken Kunstwerken gross war und dass es dieser Umstand den Kunsterwerbenden nicht gerade einfach machte, sich für eines der Werke zu entscheiden. Viele Künstler brachten ihre Kreativität eigens für diesen Anlass ein. Die Wiler Altstadt und der Säntis waren begehrte Sujets. Lucia Leuenberger, welche die Gant mit viel Engagement leitete, wusste denn auch gekonnt, den Preis der Kunstwerke in die Höhe zu treiben. Der gesamte Erlös dient dem Wiederaufbau der Dörfer Gollapalli und Paluru, die im Südosten Indiens, im Bundesstaat Andrah Pradesh liegen. Der Verein VRO (Village Reconstruction Organisation) Schweiz und die Kerngruppe Wil – unter dem Patronat der Stadt Wil – möchten damit den Dorfaufbau in Indien unterstützen. Nach dem Motto Mahatma Ghandis: «Bessere Dörfer für eine bessere Welt» soll damit eine nachhaltige Entwicklung erzielt werden, wie Irene Würmli von der Kerngruppe Wil unterstreicht. «Eine Spende für eine gute und sinnvolle Sache», oder «Ein Bild zu kreieren, damit eine Familie wieder ein Zuhause hat, ist doch etwas Fantastisches!», war das positive Fazit der Künstler.

Vom Goodwill profitiert
«Das Projekt verläuft positiv und dennoch ist man auf jede Hilfe angewiesen», sagte Irene Würmli. Gesucht werden 500 Personen, die je 100 Franken für diesen guten Zweck spenden. Für sämtliche Beteiligten wurde die Auktion zu einer positiven Angelegenheit. Die Künstler brachten sich für einen guten Zweck ein, die Käufer strahlten über ihre Errungenschaft und das Wichtigste: Gollapalli und Paluru profitieren am meisten von diesem enormen Goodwill.

SVEN MÜLLER
Erschienen am Dienstag, 14. Nov. 2006
© «Wiler Zeitung»

... baut Gollapalli und Paluru

Sommer und Herbst sind wohl beliebte Bauzeiten. Im Moment begegnen sie mir an allen Ecken, die Baustellen. Ja, auch wir sind eifrig am Bauen. Wir sind mit Stolz erfüllt, wenn wir wieder Geld für ein Haus zusammen getragen haben und sehen, wie unsere Dörfer in Indien wachsen dürfen. Ein grosser Ansporn ist immer wieder die Vorstellung, wie eifrig und mit welcher Freude die Leute in Gollapalli und Paluru am Bauen sind. Diese Freude wollen wir teilen: Ganz im Sinne von „geteilte Freude ist doppelte Freude“.

„Häuser bauen“, genau mit diesem Ziel hatten wir im August an unserem Stadtfest einen Stand. Hier hatten die Leute die Möglichkeit, Backsteine, Dachziegel, Fenster und Türen zu kaufen. An einer Moltonwand bauten wir dann mit diesen symbolisch an einem Haus. Es war schön und spannend zugleich zu sehen, wie langsam ein Haus Form annahm. Schlussendlich, es war geschafft, ein Haus war gebaut!

Nochmals mehr als ein ganzes Haus gesammelt: Die Kulturgruppe der Kantonalen Psychiatrischen Klinik Wil lud zur indischen Filmsoiree ein. Zuerst wurde indisch gegessen und dann stand der Film über die Biographie von Mahatma Gandhi auf dem Programm. An diesem Abend hatten wir Gelegenheit, unser Projekt vorzustellen. Mit einem kurzen Vortrag und einem Stand informierten wir die anwesenden Leute. Gemäss der Erkenntnis, dass Geben seliger als Nehmen ist, kamen bei der Kollekte für unser Projekt über 1000 Franken zusammen.

Ein weiterer Höhepunkt war der Abend im September, als wir Pater Michael Windey bei uns im katholischen Pfarreizentrum begrüssen durften. » (Siehe Beitrag, red.) In ein helles indisches Kleid gewandet und in einer Stola aus indischem Tuch, trat der bescheidene Mann auf. Gleich zu Beginn zeigte er sich erfreut darüber, in Wil mit dem Zusatz „Energiestadt“ begrüsst worden zu sein. „Da muss wohl auch recht viel soziale Energie vorhanden sein“, sagte er beim Anblick des zahlreichen Publikums. Sein Funken sprang, seine Begeisterung war ansteckend, als er erzählte, wie die Dorfgemeinschaften mit dem Bau der Häuser eben auch zusammenwachsen. Das Bauen eines Dorfes besteht denn auch nicht in einer Einzelleistung bei der Errichtung des eigenen Hauses sondern der des ganzen Dorfes zusammen, also nicht nur Häuser bauen, sondern Gemeinschaft stärken. So kamen an diesem Abend mehr Spenden zusammen, als für ein Haus nötig sind.

Weitere Bausteine werden uns fortlaufend gespendet. Die Bäckerei Frey in Wil hat nämlich ein neues Brot im Sortiment. Das Faserino-Brot. Es ist ein gesundes Standardbrot für den täglichen Gebrauch. Beim Kauf des Faserino-Brotes tut man sich durch das Plus an Nahrungsfasern etwas Gutes und unterstützt zugleich mit 50 Rappen pro Brot den Aufbau der Dörfer Gollapalli und Paluru.

Benefiz Guggen-Konzert in der Wiler Altstadt

Am Samstag, den 18. Februar erfreuten die Guggenmusiker Thuur Vögel, Tüüfels-Husare, Bäretatze und Wiler Semphoniker das zahlreich erschienene Publikum. Die Gruppen spielten, noch vor dem eigentlichen Beginn der Fastnacht, mit Hingabe, gekonnt, witzig und kostenlos für das Wiler Projekt „Wil baut Gollapalli und Paluru“. Mit einem Info-Ess-Stand sorgte die Kerngruppe für das leibliche Wohl der Zuhörer. Hier wurde informiert und eine delikate Mehlsuppe mit Brot und Glühwein angeboten. Der Anlass hatte sich gelohnt! Brachte er doch viel Freude – und – Franken 1'183,10 aus Spenden und dem Verkauf von Suppe und Getränk in die Kasse.


VRO Schweiz, Althörnlistr. 20, CH-8496 Steg im Tösstal