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Die Uzner zeigten sich so solidarisch

Uznach: Für das Projekt «ein Dorf für Indien» konnten 140 000 Franken gesammelt werden

Ein ganzes Jahr lang hat die Bevölkerung von Uznach Geld für den Aufbau des indischen Dorfes Edurupattu gesammelt. sammelt. Wie das Sammelergebnis zeigt, waren die Uzner grosszügiger als erwartet.

Ziel war es, bis Ende Jahr 120 000 Franken für das Projekt «Ein Dorf in Indien» zu sammeln. Wie die Uzner Kerngruppe des HilfswerksVRO (Village Reconstruction Organisation) in einer Medienmitteilung schreibt, sind letztendlich gar 140 000 Franken zusammengekommen. Die Mehreinnahmen sollen in die Kinder- und Erwachsenenbildung des mittlerweile bezugsbereiten «Uzner Dorfes» Edurupattu fliessen. Ein ganzes Jahr lang hat die VRO-Kerngruppe für «Ein Dorf in Indien» die Werbetrommel gerührt. Die Politische Gemeinde Uznach übernahm das Patronat. Am 1. Januar 2004 fiel zugleich der Startschuss für die Geldsammlung wie auch für den Baubeginn des Dorfes.

Grosser Ideenreichtum
Die Kerngruppe unter der Leitung von Pastoralassistent Hans Hüppi animierte Korporationen, Vereine, Organisationen aus Wirtschaft, Politik, Kirche und Schule, aber auch Privatpersonen zu kreativen Ideen. So wurden im Verlaufe des Jahres ein Sponsorenlauf, eine Projektwoche mit Schulbasar, ein Fussballturnier, ein Tanzabend, kulturelle Anlässe und weiteres durchgeführt. Bei Hochzeiten, Geburtstagen und Familienanlässen wurde zu Gunsten von Edurupattu auf Geschenke verzichtet. Bei Todesfällen gab es Vergabungen. Firmen verzichteten auf Kundengeschenke und leiteten den eingesetzten Betrag weiter.
Die Zusammenarbeit unter den verschiedenen Einwohnern und Organisationen konnte mit dieser Aktion gestärkt werden. Es entstand eine sichtbare Solidarität für ein gemeinsames Werk. Uznachs Engagement ermöglichte den Bewohnern von Edurupattu den Bau von 72 Wohneinheiten, wodurch das Dorfleben erst ermöglicht wird. Die Lebensqualität der Einwohner kann nachhaltig verbessert werden.

Dorf steht vor der Vollendung
Ende Februar sollen alle Häuser bezugsbereit sein. Die Umgebungsarbeiten sind bis dann ebenfalls abgeschlossen. In ihrer Mitteilung legt die Kerngruppe wert auf die Feststellung, dass alle Einnahmen ohne Abzüge weitergeleitet werden. Zwei Mitglieder der Kerngruppe werden auf eigene Rechnung bei der Einweihung des Dorfes dabei sein und im Frühling in Wort und Bild Bericht erstatten. (pd)

Erschienen:
Linth Zeitung
Montag 24. Januar 2005


VRO Schweiz, Althörnlistr. 20, CH-8496 Steg im Tösstal